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| Fahrradtouren im GebirgeFahrradtouren durch die Alpen sind nicht nur ein unvergessliches Erlebnis sondern auch anstrengend. 1000 oder mehr Höhenmeter an einem Tag sind keine Seltenheit. Aber die grandiose Kulisse ist es wert. Bei unserer ersten Gebirgstour (Grimselpass) war unser jüngstes Kind 10 Jahre alt und durfte ohne Gepäck die Pässe hochtreten (bzw. zwischendurch schieben). Einige Jahre später war ich überrascht, wieviele Senioren und sogar Familien mit Kinder-Fahrradanhängern in der Zwischenzeit durch die Gebirge fahren. Planung:Gebirgstouren sollten gut geplant sein, da die Infrastruktur wesentlich geringer ist als in dichtbesiedelten Gegenden. Dazu kommen noch die klimatischen Besonderheiten. Für die Streckenwahl spielen neben der Zeit auch die Übernachtungsmöglichkeiten und die Kondition eine wichtige Rolle.
Meteorologische Besonderheiten:Mit jedem Meter, den man bergauf fährt und höher kommt, sinkt der Luftdruck. In 2000 m Höhe ist die Luft um 20% dünner und somit steht auch 20% weniger Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung. Daher sollte man nicht überrascht sein, wenn man in dieser Höhe ungewohnt kurzatmig wird. Außerdem nimmt mit der Höhe auch die UV-Strahlung zu, weshalb man im Gebirge immer Sonnenschutzmittel benutzten sollte.
Verpflegung:Im Gebirge kann auch 1 km sehr lang sein, wenn es mit 10 % oder mehr bergauf geht. Daher sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man jederzeit etwas zu essen oder trinken kaufen kann.
Fahrt:
Meistens beginnen Gebirgstouren nicht gleich mit Passüberquerungen, sondern mit langsam ansteigenden Tälern, sodass man sich einfahren kann. Dabei lässt sich viel Energie sparen, wenn man die Berg-Tal-Winde beachtet: nachts bis zum späten Vormittag weht der Wind talabwärts und anschließend talaufwärts. Wer talaufwärts fährt kann sich morgens Zeit lassen, wer talabwärts fahren will, sollte aber früh aufstehen. Abfahrt:Hat man den Pass endlich erreicht, ist die Freude groß. Aber bei Pässen über 2000 m ist es meist windig und kalt, und nach einem Passfoto macht man sich für die Abfahrt bereit.Neben dem Überziehen einer windundurchlässigen Jacke ist es manchmal auch gut, zusätzlich noch Handschuhe dabei zu haben. Jetzt muss alles, was man mühsam hochgefahren ist, auch wieder bergabgefahren werden. Ein Fahrradhelm ist selbstverständlich, und man sollte gute Bremsen haben, um z.B. Spitzkehren anzubremsen. In den Kehren sind Fahrradfahrer häufig schneller als Autofahrer, was bei starkem Verkehr zum Problem werden kann. Wer schnelles Bergabfahren nicht gewohnt ist, dem werden durch das ständige Bremsen sehr schnell die Hände schmerzen.
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Martina Krüger, 2007
Cactus2000