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Kleines Radsportlexikon
Die wichtigsten Begriffe und Namen aus dem Radsport von A bis C:
A
Affenkotlett: Im Radsport wird dieses Wort für Bananen verwendet. Diese Frucht ist unter Radsportlern sehr beliebt.
Alpe d'Huez: 1850 m hoher Bergort in den französischen Alpen, der fast jedes Jahr von der Tour de France besucht wird. Die Straße geht 21 Kehren und 13,8 km hoch. Die durchschnittliche Steigung beträgt 10%. Jede Kehre ist nach einem Etappensieger in Alpes d'Huez benannt. 2003 siegte Mayo, 2004 beim Bergzeitfahren Lance Armstrong und 2006 der Luxemburger Frank Schleck. Da schon oft Holländer triumphieren konnten, wird Alpes d'Huez oft auch Berg der Holländer genannt.
Angriffslustigster Fahrer: Der angriffslustigste Fahrer wird bei der Tour de France mit einer roten Startnummer ausgezeichnet. Von einer Jury französischer Journalisten werden an die Fahrer Punkte vergeben.
Anquetil, Jacques: Französische Radlegende. Er war der erste Fahrer, der die Tour de France 5 mal für sich entscheiden konnte. Er gewann die Grande Boucle 1957 und von 1961-64.
Lance Armstrong Bühl 2004
Armstrong, Lance: amerikanischer Rennfahrer. Er gewann bereits mit 21 Jahren die Straßenweltmeisterschaft in Oslo. 1996 Diagnose von Hodenkrebs. 1998 kehrte Armstrong in den Radsportzirkus wieder zurück. Als erster und bislang einziger gewann Armstrong siebenmal die Tour de France von 1999 bis 2005 in Folge. 2012 wurden Lance Armstrong die Toursiege wegen Doping aberkannt.
ASO: Amaury Sport Organisation, französischer Veranstalter. Organisiert die Tour de France, Paris-Nice, einige Klassiker und die Dakar Rally.
Attacke: Plötzlicher Vorstoß eines oder mehrerer Fahrer, die versuchen vom Hauptfeld wegzukommen.
Attaquant: franz. Fahrer, der attackiert.
Audax: Strecken von 200 km und länger werden im Verband mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,5 km/h gefahren. Der bekannteste Audax ist Paris - Brest - Paris.
Ausreißer: Fahrer, der es geschafft hat, vom Hauptfeld wegzukommen.
Autobus: franz. Bei Bergetappen bildet sich meistens eine große Gruppe von Sprintern, Ausreißern und Mannschaftshelfern, die versuchen vor dem Zeitlimit in das Ziel zu kommen. Diese Gruppe wird auch Grupetto genannt.
B
Bahnrad: Eingang-Rennrad mit starrem Gang und ohne Bremsen. Der Fahrer muss ständig mittreten.
Bahnrennen: Radrennen, die nicht auf der Straße, sondern auf Velodromen ausgetragen werden.
Bahnvierer: wichtiger Bahnwettbewerb. Teams aus vier Fahrern müssen eine Distanz von 4 km zurücklegen. Gewertet wird der dritte Fahrer.
Bartali, Gino: italienischer Radprofi von 1935 bis 1953. Er war ein ausgezeichneter Bergfahrer. Bartali gewann 3 mal den Giro und 2 mal die Tour de France (1938 und 1948). Während dem Zweiten Weltkrieg war Bartali als Fahrradkurier für die Untergrundbewegung tätig. Die Konkurrenz zwischen Bartali und dem 5 Jahre jüngeren Fausto Coppi teilte auch die italienischen Fans in zwei Lager, die "Bartalisten" und die "Coppisten".
belgischer Kreisel: In Belgien entwickelte Fahrtechnik für Seiten- und Gegenwind. Die Fahrer lösen sich ständig bei der Führungsarbeit ab, lassen sich dann abfallen und geben den schnelleren Fahren neben ihnen Windschatten.
Bergankunft: Etappe, die mit einem Anstieg endet.
Bergpunkte: siehe Bergwertung
Bergwertung: Je nach Kategorie gibt es für die ersten Fahrer auf einem Pass Punkte. Bei Pässen der 4. Kategorie gibt es die wenigsten, bei H.C.-Pässen (Hors Classe; franz. außer Wertung)die meisten. Bei Rundfahrten gibt es ein Trikot für den Bergführenden, das bei der Tour de France weiß mit roten Punkten ist.
Besenwagen: eines der letzten Autos im Tourtross. Es sammelt die Fahrer ein, die aufgeben müssen, wenn kein Mannschaftswagen in der Nähe ist. Bei der Tour de France trägt es die Aufschrift "Fin de Course" (franz. Rennende).
Start des Brevet PBP 2003
Bianchi: italienischer Fahrradhersteller
BMX: engl. Bicycle MotoCross. In den USA entstandene Sportart, bei der mit einem 20"-Fahrrad verschiedene Kunststücke und Stunts ausgeführt werden.
Brevet: franz. Prüfung. Auf öffentlichen Straßen muss eine bestimmte Strecke in einem bestimmten Zeitrahmen gefahren werden. Es gibt auf der Strecke mehrere Kontrollpunkte. Jeder Fahrer kann sein eigenes Tempo fahren, Pausen machen, einkaufen etc. Der bekannteste Brevet ist Paris - Brest - Paris (1200 km).
C
Campagnolo: italienischer Hersteller von Fahrradkomponenten.
Cervélo: kanadischer Fahrradhersteller,der für seine Zeitfahrräder berühmt ist.
Champs-Elysées: Seit 1975 endet auf dieser Pariser Prachtstraße die Tour de France.
Colnago: norditalienischer Fahrradhersteller. Die Nobelmarke ist bekannt für seine hochwertigen Rahmen und Lackierungen.
Contre la Montre: franz. "Gegen die Uhr", Zeitfahren.
Coppi, Fausto: Zweimaliger Tour de France und sechsmaliger Giro d'Italia Sieger. Er ist der erfolgreichste Fahrer der frühen Fünfziger Jahre. Auf dem Passo Stelvio steht ein Denkmal für den italienischen Radprofi.
Crossrad: Hybrid aus Mountainbike und Rennrad. Federgabel und gefederte Sattelstütze werden mit schmalen 28"-Reifen kombiniert.
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